Samstag, 24. September 2022

A LONG WAY HOME...

Hallo ihr Lieben,

heute bin ich mit einem geschwollenen Fuß aufgewacht, obwohl ich nicht umgeknickt bin. Ich konnte kaum auftreten. Das sind natürlich ideale Bedingungen für die Rückreise nach Hause. Aber mein Bruder hat mir ein paar Tipps gegeben, um die Fußgelenke zu lockern und es wurde tatsächlich etwas besser. Zudem habe ich vor dem Abflug im kalten Pool ein Fußbad genommen, dann vom Hotel und der Bucht Abschied genommen. Asia und Krzysiek habe ich gestern verabschiedet, da sie noch eine Woche auf Malta bleiben. Im Transfer-Bus habe ich zwei Mädels aus Tirol wiedergetroffen, die auch bei einigen Ausflügen dabei waren. Wir haben uns noch über unsere Highlights ausgetauscht. Ich war zeitig am Flughafen und musste nicht hetzen, sogar eine Cola war noch drin und die Eiswürfel kamen auf den Fuß als Umschlag drauf. Einige junge Leute vertrieben sich die Zeit an einem freistehenden Klavier, das jeder nutzen kann:). 

Soweit so gut, doch es sollten noch viele Überraschungen auf mich warten: Kaum sind wir in Frankfurt im strömenden Regen gelandet, mussten wir noch eine Stunde im Flugzeug ausharren, da eine Unwetterwarnung den Frankfurter Flughafen komplett lahmgelegt hatte. Sprich: Es gab schlichtweg keine Abfertigung. Den Rest könnt ihr euch denken. Eineinhalb Stunden musste ich auf mein Gepäck warten, immerhin wurde kostenloses Wasser ausgegeben. Zwei Züge habe ich leider verpasst, aber den letzten musste ich bekommen, sonst hätte ich noch in Frankfurt übernachten müssen! Mit meinem Fuß kam ich natürlich nur langsam voran, aber das Universum ließ den letzten ICE mit Verspätung ankommen, sodass ich jetzt hier an Bord meinen letzten Post schreibe. Nahziele werde ich in Zukunft definitiv nicht mehr von Frankfurt aus machen. Ich hätte von Stuttgart nach Sizilien fliegen sollen und dann mit der Fähre auf Malta übersetzen. Aber hinterher ist man immer schlauer als vorher. In einem Monat geht's übrigens nach Fuerteventura - von Stuttgart aus:).





















Freitag, 23. September 2022

DER SÜDEN MALTAS: STERNSTUNDEN DER MENSCHHEIT

Hallo ihr Lieben, 
heute habe ich mit Asia und Krzysiek, die mir inzwischen ans Herz gewachsen sind, den letzten Ausflugstag auf Malta genossen und zwar komplett regenfrei:).Begonnen haben wir ihn im Limestone Heritage, einem renaturierten Steinbruch. Was heißt das? Der abgebaute Muschelkalkstein, der für den Bau von Gebäuden benutzt wird, hinterlässt eine große Grube, die mit fruchtbarer Erde wieder aufgefüllt wird. Diese wird entweder für den Gartenbau - wie hier - verwendet oder als Feld von Bauern bestellt. So entsteht ein natürlicher Kreislauf. Ich habe auf der Straße heute tatsächlich einen neuzeitlichen Steineklopfer abgelichtet, der allerdings nur einen Stein auf einmal schafft:).
Anschließend haben wir die blaue Grotte von außen gesehen. Leider war der Seegang zu stark, sodass wir das azurblaue Wasser im Inneren, das durch Blaualgen entsteht, nicht bewundern konnten. Dafür haben wir uns das Dörfchen mit dem Wehrturm angeschaut. Danach ging es zum Mnajdra Tempel (UNESCO Weltkulturerbe), der ca. 3200 v. Chr. fertig gestellt wurde und zur monolithischen Kultur zählt. Hier wurde vor allem die Fruchtbarkeitsgöttin verehrt, der Tieropfer dargeboten wurden. Das Blut der Tiere sollte die Erde fruchtbar machen.
Am Nachmittag haben wir zu dritt im Fischerdorf Marsaxlokk gechillt und den Fischern bei der Arbeit zugeschaut. Danach haben wir gemeinsam zu Abend gegessen und einen Abschiedsdrink zu uns genommen. Morgen heißt es dann Koffer packen und Rückreise antreten.






















Donnerstag, 22. September 2022

GOZO: VON TUK-TUKS, TEMPELN UND TAUCHERN

Hallo ihr Lieben,

mit der Fähre von Malta ging es in knapp dreißig Minuten heute auf die Nachbarinsel Gozo. Ich habe es mir auf dem Sonnendeck gemütlich gemacht, doch die Sonne trug ich nur im Herzen. Es regnete nicht, es goss in Strömen, selbst die Tuk-Tuks mussten – genauso wie Asia und Krzysiek – einen Poncho anziehen. Auf einer Treppe habe ich mal für euch in einem Kurzvideo festgehalten, wie wir mit den Wassermassen zurechtgekommen sind:). Dann besichtigten wir das erste freistehende Monument der Welt, den Ggantija Tempel (UNESCO Weltkulturerbe), der noch vor den Pyramiden und Stonehenge um 3500 v. Chr. entstand. Erstaunlich, aber schon damals wurden die Steine mithilfe von Baumstämmen transportiert, auch die Hebelwirkung war bekannt!

Bevor wir uns die Zitadelle von außen angeschaut haben, konnten wir gozitanische Köstlichkeiten wie Feigenlikör und Thymianhonig probieren. Die Zitadelle blieb während der türkischen Belagerung verschont, jedoch wurden fast alle Gozitaner entführt und versklavt. Im 17 Jh. diente sie als Zufluchtsort für die übrig gebliebenen Einheimischen gegen die Piraten. Mich begeisterte jedoch das Innere der Basilika des St. Georg, die mich mit ihren gedrehten Säulen an den Petersdom in Rom erinnerte und ich meinen persönblichen Schutzengel kennenlernen durfte:).

In der Bucht von Xiendi haben wir tolle Höhlen per Boot erkundet, bei dem Regen waren das azurblaue Wasser und die rosa Korallen nur zum Teil erkennbar. Die Taucher hatten sogar bei Regen ihre Freude, denn Gozo ist wohl der Hotspot Nr. 1 für Taucher in Europa. Ihre Einladung zum Kaffee habe ich nicht ausgeschlagen!

 

















Mittwoch, 21. September 2022

SENGLEA UND VICTORIOSA: DAS VENEDIG VON MALTA

Hallo ihr Lieben 

heute ist Feiertag auf Malta, der Unabhängigkeitstag (seit 21.September 1964) wird mit den Familien gefeiert. Für uns Touristen brachte es den Vorteil mit sich, dass es keine Staus gab und wir recht gut im Straßenverkehrt auf der dicht besiedelsten Insel des Mittelmeeres durchgekommen sind. Denn hier gibt es tatsächlich mehr Autos als Einwohner und jede Menge Baustellen. So hatten wir heute die Illusion einer Inselidylle:).

Auf dem Programm standen die zwei von fünf Halbinseln sowie die zwei Häfen. Auch die Kreuzfahrtschiffe legen hier wieder an, doch längst nicht mehr 365 pro Jahr wie vor der Pandemie. Trotzdem musste ich daran denken, dass mein Bruder und meine Schwägerin einst auf einem solchen unter maltesischer Flagge geheiratet hatten. Für sie habe ich das schöne Hafenpanorama fotografiert. 

Wir waren heute mit Gondeln unterwegs, da die Senglea-Isla das Venedig von Malta genannt wird. Weiter ging es durch das zauberhafte Viertel Victoriosa-Birgu, in dem die Johanniter 1565 den Angriff der Türken erfolgreich verteidigt hatten. In den kleinen verwinkelten Gässchen rund um die Sankt Laurentius Kirche habe ich hauptsächlich die verschiedenen Türen, Türknaufe, Embleme und Briefkästen fotografiert. Daran konnte ich mich wirklich nicht satt sehen und ich kann jetzt den jährlichen Wettbewerb um die schönste Tür auf Malta wirklich gut nachvollziehen. Die mit den Holzintarsien stammt übrigens von dem österreichischen Künstler Clemens Hasengschwandtner, der 1997 auf die Insel gekommen war und hier eine Weinbar, ein Hostel und eine Galerie betrieben hatte. Letztes Jahr ist der Lokalprominente ganz überraschend im Alter von 49 Jahren gestorben. Ich bin sehr überrascht, welche kulturellen Schätze Malta aus allen Epochen birgt und um diese kennenzulernen, bin ich auch hierher gekommen. Für einen Strandurlaub ist die Insel allerdings mit gerade mal drei Sandstränden nicht zu empfehlen. So nun wisst ihr Bescheid:).

 

 























A LONG WAY HOME...

Hallo ihr Lieben, heute bin ich mit einem geschwollenen Fuß aufgewacht, obwohl ich nicht umgeknickt bin. Ich konnte kaum auftreten. Das sind...