Hallo ihr Lieben,
heute habe ich Asia und Krzysiek (Spitznahme: Misiu), der übrigens in meiner Geburtsstadt Beuthen geboren ist, bei der Einteilung der Tagesgruppen getroffen wir konnten den Tag gemeinsam verbringen. Zunächst haben wir den Botanischen Garten Sankt Antons besucht. Solche grünen Oasen sind auf Malta sehr selten, da Grundwasser sehr kostbar ist und es viel wichtiger für die Bauern ist. Wir wurden von Zikaden, einer Fasanen-Mama mit frisch geschlüpften Jungen sowie kleinen Wasserschildkröten begrüßt. Mir hat es aber vor allem ein Vogelbeerbaum angetan, dessen Früchte wie Perlenschnüre aneinandergereiht waren. Danach stand die schweigende Stadt Mdina auf dem Programm, wo sich auch der Bischofssitz befindet. Doch von Ruhe war in diesem kleinen Städtchen nichts zu spüren, da es tagsüber die Touristen in Beschlag nehmen. Dennoch habe ich hin und wieder eine kleine menschenleere Gasse entdeckt, wo mich die unterschiedlich farbigen Türen faszinierten. Jedes Jahr gibt es auf Malta übrigens einen Wettbewerb, bei dem die schönste Tür gekürt wird. Danach ging es unterirdisch in Rabat weiter, wo wir Katakomben mit Gräbern besucht haben – das war perfekt, denn zwischendurch nieselte es etwas. Auf dem Weg nach Mosta konnten wir noch Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen, die bei einer wahnsinnigen Hitze arbeiten. Uns Touris läuft schon der Schweiß ohne Glutofen:).
Den Abschluss des vollgepackten Tages bildete der Dom von Mosta mit der drittgrößten Kuppel der Welt. Also Kirchen werde ich hier mehr sehen als mir lieb ist, denn Malta hat 365 Kirchen und ist mit über 90 % der Gläubigen das katholischste Land der EU. Man kann also theoretisch jeden Tag des Jahres in einer anderen Kirche beten. Ich spreche heute allerdings nur noch mein Tischgebet, denn ich habe Hunger:).
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